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Aktueller Sonderfund

 


 

 

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Ein Kruzifix vom „Grünen Friedhof“: Barocker Fund aus Freiberg

Vom 27. Juli bis zum 26. Oktober 2026 präsentiert das Museum für mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge ein besonderes Exponat: Ein barockes Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert, das einen Einblick in die Glaubenswelt unserer Vorfahren gewährt.

 

Der Fund stammt vom geschichtsträchtigen „Grünen Friedhof“ am Freiberger Dom. Das einstmals weitläufige Areal wurde im 16. Jahrhundert verkleinert und 1832 geschlossen. Bei jüngeren Ausgrabungen stießen Archäologen vom LfA Sachsen auf die Fundamente der mittelalterlichen Erasmuskapelle und legten 127 barocke Bestattungen frei. Die Gräber überraschten mit einer enormen Vielfalt an außergewöhnlich reichen Beigaben – darunter kunstvoll gearbeitete, vergoldete Totenkronen und persönliche Gegenstände, wie bspw. ein Ringspiel, das richtig zusammengesetzt als Fingerring getragen werden konnte.

 

Das nun ausgestellte Kruzifix wurde im Grab eines Erwachsenen entdeckt. Während Beigaben im Mittelalter unüblich waren, erlebte der Brauch im Barock einen Aufschwung. Gegenstände wie Kruzifixe wurden den Verstorbenen als sichtbares Bekenntnis ihres christlichen Glaubens mit auf den letzten Weg gegeben. Gemeinsam mit der konsequenten West-Ost-Ausrichtung der Gräber zeugt dieses Kreuz von der tiefen Frömmigkeit und der Bestattungskultur des 17. und 18. Jahrhunderts in unserer Region.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, dieses Zeugnis regionaler Geschichte und barocker Frömmigkeit aus nächster Nähe zu betrachten. Das Exponat ist eine Leihgabe des Landesamtes für Archäologie Sachsen und nur für drei Monate zu Gast im MiBERZ im Schloss Dippoldiswalde und kann im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden.