Aktuelle Sonderausstellung

Farbe und Stein | Malerei – Lithografie
Ekkehard Schneider
04. Juli 2026 bis 27. September 2026
Ekkehard Schneider, geboren 1942 in Langenbielau (Schlesien), verbrachte nach der Flucht 1945 seine Kindheit in Quohren, die Schulzeit in Kreischa. 1958 begann er eine Lehre zum Offset-Retuscheur in einer Dresdner Druckerei, die er 1961 erfolgreich beendete. In dieser Zeit begannen seine ersten künstlerischen Betätigungen und „das Machen von Bildern füllte manche Stunde meiner Freizeit“. Nach der Lehre folgte bis 1968 ein Kunsterziehungsstudium an der Pädagogischen Hochschule Dresden.
Ab 1968 begannen 36 Jahre Arbeit mit Schülern: „Die meisten von ihnen kamen gern zu mir, weil Malen im Schulalltag etwas Erholsames ist. Auch ich war gern Lehrer, aber Schule nagt an der Substanz. So war es oft mein Zeichnen oder Aquarellieren, was mich aufrechterhielt. Schon das Abtauchen in diese Beschäftigung brachte Erholung. Das Ergebnis gab mir das Gefühl, gelebt zu haben! Rückwirkend konnte ich den Kindern weitergeben, was mich selbst befeuerte“.
Seit 2004 befindet sich Ekkehard Schneider im Ruhestand – ein Privileg für ihn, wie er sagt. Ein Teil seiner Zeit gehört der Arbeit am Bild. Er zeichnet auf Stein und druckt das in der Technik des Alois Senefelder, des Erfinders der Lithografie, auf einer historischen Steindruckpresse. Er malt mit Öl- und Wasserfarbe. Er schlägt mit dem Spitzeisen auf Marmor und Kalkstein ein und schafft daraus Skulpturen. Was dabei herauskommt? Bei allem Abenteuer – ein Stück innere Festigung: „Das habe ich gemacht!“.
Fest verwurzelt in seiner Heimat, ist er jedoch kein Dorfmaler. Sein thematischer Radius ist größer: Landschaften in Italien, Kroatien, Tschechien, Polen, an der Ostsee, dazu Figürliches und Stillleben. „Die Bilder sind wie meine Kinder. Ich gebe sie ungern her. Ein Vorteil meines Tuns: Ich muss nicht malen, um zu existieren. Ich motiviere mich aus einer Mischung von Kopf und Bauchgefühl heraus. Das merkt man hoffentlich den Bildern an. Da ist mit den Jahren so etwas wie eine Sucht entstanden, oder nennen wir's Leidenschaft, Bedürfnis, wie auch immer ...“
